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Ausbau Park And Ride Wird diskutiert

Hamburger Str. 63, 38114 Braunschweig, Deutschland (52.283971,10.51707)
21.02.2018, 19:47 | Eingereicht durch: Danielgrunert55

Guten Tag,

ich denke, uns Allen ist daran gelegen, dass wir den überflüssigen Verkehr aus der Stadt bekommen.
Dazu ist mit in letzter Zeit aufgefallen, dass der Schützenplatz im Braunschweiger Norden häufig eine große und ungenutzte Fläche, mit perfekter Anbindung sowohl zur Straßenbahn, als auch zur Autobahn ist. Demnach würde sich der Schützenplatz perfekt eignen um einen großen, temporären und gut erreichbaren Park and Ride Parkplatz anzubieten. Natürlich nur, wenn der Platz nicht genutzt wird, was nach meiner Beobachtung doch sehr häufig der Fall ist. Ich weiß, dass Volkswagen momentan Apps zur Parkplatzfindung anbietet. Vielleicht kann man dort kooperieren? Vielleicht kann man dort einmal den Anstoß geben, dass Park and Ride Flächen im Braunschweiger Umfeld besonders hervorgehoben werden.

Generell sollten wir dringend unsere P+R Flächen, auch die, die bereits vorhanden sind, besser bekannt machen. Diese sind eine sehr günstige und einfache Lösung um die Feinstaubbelastung in der Stadt zu senken und damit Strafzahlungen zu vermeiden. Auch wird verhindert, dass vornehmlich Fußgänger und Radfahrer mitfahren, wie dies bei kostenlosem Nahverkehr der Fall ist.

Des weiteren und unabhängig von dem ersten Punkt würde ich als Autofahrer, der etwas abseits wohnt, es sehr angenehm finden, wenn ein Kombipaket angeboten werden würde. Ich denke beispielsweise daran, für 4 oder 5 Euro auf dem PR Parkplatz solange ich es benötige parken zu können und gleichzeitig, mit dem Ticket mit Bahn und Bus durch die Stadt fahren zu können.
Das würde es Autofahrern zugleich erleichtern, den Platz in Verbindung mit der Bahnfahrt zu nutzen und es attraktiver machen, auf das Angebot einzugehen, da die Kosten direkt klar sind und auch noch die Hemmungen den P+R zu nutzen abbauen, wenn dieses Paket gut publik gemacht wird. Auch fällt der Gedanke, die “Sinnlose” Fahrzeit mitbezahlen zu müssen so weg. Der Autofahrer weiß direkt, worauf er sich einlässt und fährt vielleicht lieber zum P+R statt sich durch den Stadtverkehr zu quälen.

Das verbessert nicht nur die Luft, es verbessert auch die Verkehrssicherheit in der Stadt, beugt Staus vor und entlastet nicht zu letzt auch die Behörden, womit es Kosten spart, die dafür genutzt werden können, die Öffis und P+R weiter auszubauen.
Zur weiteren Finanzierung könnte man die Parkkosten innerhalb der Stadt erhöhen. Anwohner, die einen Parkplatz und ein Auto haben, benötigen dieses nicht wirklich um in der Stadt umherzu fahren, jeder der etwas weiter von der Innenstadt entfernt wohnt, kann den P+R ohne Zusatzkosten nutzen. Oder vllt auch mit Anwohnerkarten kostengünstiger parken?
Wer wirklich meint mit dem Auto von außerhalb direkt in die Stadt fahren zu müssen, bekommt somit quasi eine Luxussteuer aufgedrückt, die er zahlen kann, wenn er will, aber es nicht muss.
Ganz ehrlich, niemand von außerhalb muss direkt in die Stadt fahren. Alles ist in Braunschweig sehr gut an das Straßenbahnnetz angebunden, es muss nur attraktiv gemacht werden, es zu nutzen.

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3 Kommentare

  1. 05. März 2018
    13:26
    P+R und noch viel Mehr

    Grundsätzlich eine tolle Idee. Bitte verstehen sie meinen Kommentar nicht als Ablehnung ihres Beitrages. Ich habe lediglich einige Anmerkungen hierzu.

    Die vorhandenen P+R Parkplätze müssen in der Tat besser bekannt gegeben werden. Leider werden diese oft durch Anwohner zugeparkt, so dass sie für den Pendlerverkehr nicht zur Verfügung stehen. Auch sind sie oftmals zu „Stadtnah“, so dass es sich nicht lohnt diese (ggf. auch über Umwege) anzusteuern. Wer es bis hier geschafft hat, steigt den restlichen Weg auch nicht mehr um. P+R Plätze gehören meiner Meinung nach vor den Toren der Stadt und nicht dahinter. Außerdem wird eine Schnelle Anbindung in die Innenstadt sowie weitere Stadtteile benötigt und kein Verkehrsmittel, welches alle 300 m anhält.

    Sie schreiben von „überflüssigen Verkehr“. Wie kann man überflüssigen Verkehr beurteilen? Jeder hat seinen Grund. Der Grund ist selten ein einfacher Zeitvertreib. Oft hat man mehrere Wege in kurzer Zeit zu erledigen. Kann der ÖPNV hier eine Hilfe sein? Sind die Wege in annähernd gleicher Zeit zu schaffen? Zeit spielt in der heutigen Welt eine immer größere Rolle. Aufgrund vieler Wartezeiten auf Anschlussbusse / -Bahnen, Ausfälle, Umwege der Busse, vieler Zwischenstopps (Haltestellen) etc. sind meine Erfahrungen eher negativ zum Braunschweiger ÖPNV. Die Fahrzeiten liegen derzeit beim 3- bis 4-Fachen als mit dem PKW trotz hohen Verkehrsaufkommens. In Großstädten mit ausgeklügeltem U- und S-Bahnverkehr habe ich dagegen wesentlich bessere Erfahrungen gemacht und lasse dort mein Fahrzeug meist vor den Toren der Stadt stehen.

    Weiter muss man für den Grund des gewählten Verkehrsmittels auch berücksichtigen, dass oft Güter transportiert werden, die über das „Handgepäck“ hinausgehen. Der Familienwocheneinkauf, der Besuch im Bau- / Gartenmarkt, Einkäufe im Elektro- / Modemarkt oder das Equipment für mehrere Kleinkinder (incl. Kinder) lassen sich dagegen nur schlecht im ÖPNV transportieren. Auch werden Fahrten oft Kombiniert, dass von einer Stelle in die Stadt hereingefahren wird um seine Dinge zu erledigen und an einer anderen herausgefahren wird, um ein weiteres Ziel zu erreichen. Wenn der PKW jetzt auf einem P+R Parkplatz steht muss erst einmal wieder dort zurückgefahren werden, um sein Fahrzeug zu holen. Erst dann kann das weitere Ziel angesteuert werden (z. B. einen Vorort am anderen Ende der Stadt).

    Der Braunschweiger Schützenplatz ist nur bedingt, als P+R Platz geeignet. Er liegt zwar in der Nähe einer Autobahnabfahrt und verfügt auch über einen Stadtbahnanschluss. Jedoch ist er sehr stadtnah (siehe oben) und steht auch nicht uneingeschränkt zur Verfügung. Pendler die den Platz regelmäßig ansteuern, stehen auf einmal vor verschlossener Schranke, wenn der Platz für andere Veranstaltungen genutzt wird. Somit verliert er an Vertrauen / Attraktivität wenn man sich nicht darauf verlassen kann.

    „niemand von außerhalb muss direkt in die Stadt fahren. Alles ist in Braunschweig sehr gut an das Straßenbahnnetz angebunden“. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Bürger würde ich dieses mit einem klaren „Nein“ beantworten. Auf wie viele Bürger es zutreffen kann (Kompromisse) ist dagegen aufwändig zu untersuchen.

    Ich denke, man wird den Individualverkehr in den Innenstädten nicht vollkommen vermeiden können. Um die Innenstädte dennoch zu entlasten wird eine Kombination aus vielem benötigt. Dazu gehören neben einen leistungsfähigen und schnellen ÖPNV mit attraktiven Angeboten auch attraktive P+R Plätze. Für Fahrten, die sich nicht vermeiden lassen muss ein intelligentes Leitsystem und Verkehrsbündelungssystem geschaffen werden. Es bringt nichts, die Fahrzeuge auszubremsen und im Stop-and-Go-Verkehr durch die Innenstadt zu lotsen. Das erzeugt mehr Abgase als ein guter Verkehrsfluss, der direkt zu den Zielen z. B. Parkhäuser / Tiefgaragen / freie Parkplätzen führt. Ein weiterer Lösungsansatz kann auch die Verlagerung einzelner Ziele, in die Außenbereiche sein. Warum müssen Behörden, Ärzte, Rechtsanwälte, Konsumtempel, größere Arbeitgeber etc. alle in der Innenstadt sein? Diese können genausogut außerhalb, ihren Standort finden. Eine gute Verkehrsanbindung (Incl. ÖPNV) vorausgesetzt.

    Um die Menschen zum Umdenken zu bewegen, müssen attraktive Lösungen mit entsprechendem Mehrwert geschaffen werden. Es bringt nichts, die vorhandenen Systeme (welche man loswerden möchte) bewusst zu verschlechtern. Auch beim Sport heißt es „Der Bessere gewinnt“. Es wird auch nicht versucht, durch äußere Maßnahmen die Gegner zu schwächen.

  2. 23. April 2018
    14:59
    Redakteurin Cornelia Steiner

    Lieber Herr Grunert! Vielen Dank für Ihre ausführliche Anregung. Den Schützenplatz als Park+Ride-Parkplatz zu nutzen, ist wahrscheinlich nicht ganz optimal, weil der Platz regelmäßig genutzt wird wie etwa zurzeit für die Frühjahrsmesse. Das wäre also kein verlässlicher Standort. Die Stadt hat zurzeit sieben Park+Ride-Parkplätze: Gänsekamp, Lincolnsiedlung, Messegelände, Petzvalstraße, Rote Wiese, Thüringenplatz und Friedrich-Seele-Straße. Eine Übersicht mit Infos zur jeweiligen Bus- und Bahnanbindung gibt es beispielsweise hier: http://www.braunschweig.de/plan/index.html#.... Die Park+Ride-Parkplätze können kostenlos genutzt werden, so dass Sie dann also “nur” das Ticket für den ÖPNV zahlen. Ein Tagesticket für eine Person kostet im Vorverkauf 5,30 Euro. Wenn mehr Personen mitfahren, wird es in der Tat teurer, als Sie anregen. Besondere P+R-Konditionen für den ÖPNV werden allerdings kaum machbar sein, weil damit ja alle benachteiligt würden, die nicht von außen mit dem Auto in die Stadt kommen. Die Parkgebühren in der Innenstadt wurden kürzlich erst erhöht – weitere Erhöhungen stoßen auf großen Widerstand der Innenstadtkaufleute. So weit meine Gedanken dazu. Wir werden Ihre Anregung und das Thema demnächst gern redaktionell aufgreifen. Vielleicht können wir vorher mal telefonieren. Wie erreiche ich Sie denn am besten? Meine Rufnummer: 0531/3900340. Herzliche Grüße, Cornelia Steiner.

  3. 28. Oktober 2018
    11:07
    Andrea Ryll, Isenbüttel

    Seit ca. 5 Jahren nutze ich regelmäßig den P&R lincolnsiedlung aus Isenbüttel mit dem Pkw und mit der Straßenbahn bis hagenmarkt. Zwei Versuche, von dort mit dem Fahrrad hinzugelangen, sind aufgrund von Fahrrad Diebstahl gescheitert. Der Parkplatz wird zwar auch von den Anwohnern genutzt, aber bisher gab es keine Überschneidungen. Einen bewachten FAHRRADparkplatz in der Nähe fände ich SUPER!!!!!! Vielen Dank



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